Die aktuelle Erhebung „So geht’s uns heute“ von Statistik Austria macht deutlich: Die finanzielle Belastung vieler Menschen in Österreich bleibt hoch – und beim Sparen trifft es besonders häufig die Lebensmittel. 

Hände mit Münzen

Mehr als jede fünfte Person zwischen 18 und 74 Jahren (23 %) berichtete im ersten Quartal 2026 von Einkommensverlusten. Rund 11 % gaben an, mit ihrem laufenden Einkommen nur schwer auszukommen. Besonders betroffen sind Menschen in Haushalten mit Arbeitslosigkeit (44 %), Personen mit geringem Einkommen (35 %) sowie Ein-Eltern-Haushalte (31 %). 

Bedenklich ist vor allem, dass 34 % der Befragten angeben, heute (viel) schlechter mit ihrem Haushaltseinkommen auszukommen als noch vor einem Jahr. Als häufigster Grund werden gestiegene Lebensmittelpreise genannt (28 %), gefolgt von höheren Energie- und Wohnkosten.

Wenn gesunde Ernährung zur Kostenfrage wird

Wer finanziell unter Druck gerät, spart vor allem dort, wo es besonders kritisch ist: 52 % der befragten Betroffenen reduzieren ihre Ausgaben für Lebensmittel, Kleidung sowie andere Waren und Dienstleistungen. Dass ausgerechnet beim Essen gespart werden muss, ist ein alarmierendes Signal. Eine ausgewogene Ernährung darf kein Luxus werden. 

Ein kleiner Lichtblick: Der Anteil jener Menschen, die sich nicht jeden zweiten Tag eine vollwertige Hauptmahlzeit leisten können, ist von 5,7 % (Q4/2025) auf 4,8 % gesunken. Das entspricht rund 318.000 Menschen. Gleichzeitig bleibt die Situation von Kindern und Jugendlichen besorgniserregend: Rund 99.000 junge Menschen (6,2 %) sind weiterhin von Nahrungsdeprivation betroffen – dieser Wert stagniert auf hohem Niveau. 

Die aktuellen Zahlen zeigen einmal mehr: Armut bedeutet längst nicht nur Verzicht auf Urlaub oder Freizeit, sondern immer häufiger auch Verzicht auf gesunde Ernährung. Genau hier setzt Die Tafel Österreich an. Mit der Rettung einwandfreier Lebensmittel und ihrer kostenlosen Weitergabe an soziale Einrichtungen unterstützt sie im Jahr mehr als 85.000 armutsbetroffene Menschen – und setzt sich gleichzeitig dafür ein, dass wertvolle Lebensmittel nicht verschwendet werden. 

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